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SPÖ Bundesparteitag 2026


Es ist höchste Zeit aufzuwachen!

Wenn man sich ansieht welches unermessliche Leid durch rechte, neoliberale Politik gerade in vielen Ländern der Welt entsteht fühlt man sich ohnmächtig und hilflos. Wer Multimilliardäre zulässt akzeptiert auf der anderen Seite tiefe Armut. Multimilliardäre entwickeln Allmachtsfantasien die die Demokratie und unsere Fundamente aushebeln.    

Ungleichheit (z. B. bei Einkommen, Vermögen, Bildung oder Chancen) entsteht durch viele Faktoren. Deshalb braucht es mehrere Maßnahmen gleichzeitig. Wichtige Ansatzpunkte sind:

1. Gerechtere Steuern und Umverteilung

  • Progressive Steuern: Höhere Einkommen und große Vermögen stärker besteuern.
  • Steuervermeidung bekämpfen (z. B. durch internationale Zusammenarbeit gegen Steueroasen).
  • Sozialleistungen gezielt stärken, damit Menschen mit niedrigen Einkommen besser abgesichert sind.

2. Bessere Bildung für alle

  • Kostenlose bzw. leistbare Bildung von der frühen Kindheit bis zur Hochschule.
  • Frühförderung für Kinder aus benachteiligten Familien.
  • Mehr Chancengleichheit im Bildungssystem, damit Herkunft weniger über den Lebensweg entscheidet.

3. Faire Arbeitsbedingungen

  • Angemessene Mindestlöhne und stärkere Tarifverträge.
  • Sichere Arbeitsplätze und soziale Absicherung (z. B. bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit).
  • Weiterbildung und Umschulung, damit Menschen mit dem technologischen Wandel mithalten können.

4. Zugang zu Grundbedürfnissen

  • Bezahlbarer Wohnraum schaffen.
  • Gute Gesundheitsversorgung für alle.
  • Öffentliche Infrastruktur wie Verkehr, Internet und Energie ausbauen.

5. Gleichstellung und Antidiskriminierung

  • Maßnahmen gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Hintergrund.
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
  • Mehr Teilhabe von benachteiligten Gruppen.

6. Politische Beteiligung stärken

  • Mehr Mitbestimmung in Politik und Wirtschaft (z. B. Arbeitnehmervertretungen).
  • Transparente Politik, damit Entscheidungen nicht nur die Interessen der Wohlhabenden widerspiegeln.

 Kurz gesagt: Ungleichheit lässt sich verringern durch eine Mischung aus gerechter Steuerpolitik, guter Bildung, fairer Arbeit, sozialer Sicherheit und politischer Teilhabe.

Auch wenn Österreich einen starken Sozialstaat hat, gibt es mehrere Bereiche, in denen noch deutliche Ungleichheit besteht:

1. Unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen

Frauen verdienen im Durchschnitt immer noch deutlich weniger als Männer.

  • Der sogenannte Gender Pay Gap lag 2023 bei etwa 18,3 %.
  • Das bedeutet: Frauen verdienen pro Stunde im Schnitt rund 18 % weniger als Männer.

Gründe dafür sind z. B.:

  • Frauen arbeiten häufiger Teilzeit
  • Sie arbeiten öfter in schlechter bezahlten Berufen (z. B. Pflege oder Handel)
  • Weniger Frauen sind in Führungspositionen

2. Vermögensunterschiede

Nicht nur Einkommen, sondern auch Vermögen ist ungleich verteilt.

  • Frauen besitzen im Durchschnitt etwa 23 % weniger Vermögen als Männer.
  • In Paarhaushalten kann der Unterschied sogar bis zu 28 % betragen.

Das hängt oft mit geringeren Einkommen, Teilzeit und längeren Familienpausen zusammen.

3. Große Unterschiede beim Vermögen insgesamt

Auch zwischen reichen und armen Haushalten gibt es große Unterschiede.

  • Ein kleiner Teil der Bevölkerung besitzt einen großen Anteil des gesamten Vermögens (z. B. Immobilien oder Unternehmen).
  • Viele Menschen besitzen dagegen nur wenig oder gar kein Vermögen.

Das führt dazu, dass Wohlstand oft über Generationen weitergegeben wird und auf der anderen Seite Armut vererbt wird, weil es kein entkommen aus unteren Schichten gibt.

4. Bildungs- und Chancenunterschiede

Auch im Bildungssystem gibt es Unterschiede:

  • Kinder aus wohlhabenden Familien haben statistisch häufiger höhere Bildungsabschlüsse.
  • Kinder aus ärmeren Familien erreichen seltener Universität oder höhere Schulen.

Das führt später zu unterschiedlichen Karrierechancen.


Zusammengefasst:
Die größten Ungleichheitsprobleme betreffen vor allem:

  • Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern
  • Ungleich verteiltes Vermögen
  • unterschiedliche Bildungschancen.

 

1. Kaum Steuern auf Vermögen

In Österreich gibt es nur wenige Steuern auf Vermögen.

Beispiele:

  • Keine Vermögenssteuer
  • Keine Erbschaftssteuer
  • Keine Schenkungssteuer

Dadurch können große Vermögen über Generationen ohne eigene Leistung weitergegeben werden.

 

2. Erbschaften spielen eine große Rolle

Ein großer Teil des Vermögens entsteht nicht durch Arbeit, sondern durch Erbschaften oder Schenkungen.

  • Menschen aus reichen Familien starten oft mit Immobilien, Geld oder Unternehmen.
  • Andere beginnen ihr Leben ohne Vermögen.

3. Einkommen aus Kapital wächst schneller

Reiche Menschen verdienen Geld durch:

  • Aktien
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Immobilien

Diese arbeitslosen Kapitalerträge wachsen schneller als normale Löhne.
Dadurch vergrößert sich der Abstand zwischen reich und arm immer weiter und vor allem immer schneller.

 

Kurz gesagt:
Österreich hat enorme Vermögensunterschiede, weil

  • es wenig Vermögenssteuern gibt,
  • Erbschaften eine große Rolle spielen,
  • Immobilien und Kapitalbesitz stark konzentriert sind.

 

Verteilung des gesamten Vermögens in Österreich

Reichste 10 % der Haushalte

  • besitzen über 50 % des gesamten Vermögens in Österreich.

Ärmste 50 % der Haushalte

  • besitzen nur etwa 4 % des gesamten Vermögens.

Das bedeutet: Die Hälfte der Bevölkerung besitzt fast nichts, während ein kleiner Teil den Großteil des Vermögens hält.

Konzentration bei den Superreichen

  • Das reichste 1 % besitzt etwa 40 % des gesamten Vermögens in Österreich.
  • Nur rund 400 Personen mit mehr als 100 Mio. $ Vermögen kontrollieren etwa 37 % des Finanzvermögens.

 Ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung hat also extrem viel Vermögen.

Kurz zusammengefasst:

Gruppe

Anteil am Vermögen

reichstes 1 %

ca. 40 %

reichste 10 %

über 50 %

ärmste 50 %

ca. 4 %

Deshalb sagen viele Studien, dass Österreich eine der höchsten Vermögensungleichheiten im Euroraum hat.

 

Warum das wichtig ist

Solche Unterschiede können Folgen haben:

  • Unterschiedliche Chancen im Leben (Bildung, Wohnen, Startkapital)
  • Mehr politische und wirtschaftliche Macht für sehr Reiche
  • Schwierigerer sozialer Aufstieg für Menschen ohne Vermögen

Deshalb muss Politik und Wirtschaft in Österreich folgende Maßnahmen unterstützen:

  • Erbschaftssteuer
  • Vermögenssteuer für sehr große Vermögen
  • mehr Unterstützung für Bildung und leistbares Wohnen

Für alle genannten Punkte steht die SPÖ. Da muss es egal sein, ob der Spitzenkandidat Hinz oder Kunz heißt! Es geht um die Menschen, um die Demokratie und die Zukunft der nächsten Generationen!